Modernes Wohnzimmer mit Arbeitsbereich, der durch ein offenes Regal abgegrenzt wird

Arbeitsplatz im Wohnzimmer: 6 Ideen für flexible Raumteiler

Anna Bergner

Einrichtung ist meine große Leidenschaft – und genau deswegen ist Anna Bergner Interior Design entstanden. In meinem Blog findest du Interior Design Inspirationen und konkrete Einrichtungsideen – auch für kleine Räume und schwierige Grundrisse. Schau auch auf YouTube vorbei! Dort teile ich mein Wissen und exklusive Einblicke in meine Projekte.

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Nicht immer steht dir für das Homeoffice ein separates Zimmer zur Verfügung. Häufig findet der Schreibtisch stattdessen im Wohnzimmer seinen Platz. Das ist praktisch, bringt aber eine Herausforderung mit sich: Arbeit und Freizeit finden plötzlich im selben Raum statt.

Eine durchdachte Raumaufteilung ist daher wichtig, wenn du deinen Arbeitsplatz im Wohnzimmer einrichtest. Raumteiler sind dafür ideal, denn sie schaffen klare Zonen, ohne dass du dafür eine feste Wand einziehen musst. So entsteht eine Zone, die konzentriertes Arbeiten unterstützt, während der übrige Raum weiterhin wohnlich und einladend bleibt.

Warum solltest du Wohnzimmer und Arbeitsbereich voneinander trennen?

Wenn deine Arbeitsecke dauerhaft im Wohnbereich sichtbar ist, fällt es dir möglicherweise schwer, nach Feierabend wirklich abzuschalten. Der Laptop auf dem Schreibtisch, unerledigte Unterlagen oder technische Geräte bleiben im Blick und erinnern dich auch in deiner Freizeit an die Arbeit.

Umgekehrt kann dich ein offen in den Wohnraum integrierter Arbeitsplatz während der Arbeitszeit ablenken. Sofa, Fernseher und andere Freizeitbereiche befinden sich schließlich direkt daneben.

Eine sichtbare Abgrenzung hat deshalb mehrere Vorteile:

  • Der Arbeitsplatz wird auch optisch zu einem eigenständigen Bereich.
  • Es gibt weniger Ablenkungen aus dem Wohnbereich.
  • Der Raum wirkt klarer gegliedert und ruhiger.
  • Du kannst beiden Zonen jeweils eine eigene Stimmung verleihen.
Gemütliches Wohnzimmer mit Arbeitsbereich, der durch Sideboard hinter dem Sofa räumlich abgetrennt ist
Für dieses helle Wohnzimmer habe ich die Arbeitszone hinter dem Sofa geplant – eine ideale Anordnung für eher längliche, rechteckige Räume. Da der Schreibtisch vom Sofa aus ohnehin nicht in Blickrichtung liegt, reicht ein Sideboard als räumliche Abgrenzung. In Kombination mit einer höheren Tischlampe und einer großen Vase oder Pflanze wird die Trennwand erhöht und fungiert so gleichzeitig als sichere Rückwand fürs Sofa, was das Geborgenheitsgefühl stärkt.

Was sollte ein Raumteiler leisten?

Bevor du dich für eine Lösung entscheidest, überlege, welche Aufgabe die Abgrenzung im Wohnzimmer übernehmen soll. Nicht jede Variante muss blickdicht, raumhoch oder besonders massiv sein. Folgende Fragen helfen dir bei der Planung:

  1. Möchtest du den Arbeitsplatz lediglich optisch markieren oder möglichst vollständig verdecken?
  2. Soll die Lösung dauerhaft stehen oder später verändert werden können?
  3. Benötigst du zusätzlichen Stauraum?
  4. Spielt die Raumakustik für dich eine wichtige Rolle?
  5. Soll sich das Element zurückhaltend einfügen oder bewusst einen gestalterischen Akzent setzen?

Welche Raumteiler eignen sich für ein Homeoffice im Wohnzimmer?

Offene Regale, Vorhänge, große Zimmerpflanzen, Paravents oder modulare Raumteiler sind ideal, um deine Arbeitsecke vom restlichen Raum abzugrenzen. Welche Lösung passt, hängt davon ab, wie viel Sichtschutz du brauchst, wie viel Tageslicht erhalten bleiben soll und ob du den Arbeitsbereich dauerhaft oder flexibel unterteilen möchtest.

1. Offene Regale: räumliche Trenner mit Stauraum

Ein offenes, freistehendes Regal bietet zusätzlichen Stauraum und lässt genügend Licht hindurch, wodurch es sich als räumliche Abgrenzung unterschiedlicher Wohnzonen perfekt eignet.

Damit es nicht unharmonisch wirkt, solltest du Bücher gezielt sortieren und Arbeitsmaterialien in geschlossenen Boxen aufbewahren. So vermeidest du, dass Kleinteiliges in den offenen Fächern sichtbar ist – denn das kann unterbewusst für ein unruhiges Raumgefühl sorgen.

Expertentipp: Um kleine Arbeitszimmer einzurichten, sind schmale, offene Modelle in Weiß oder hellem Holz oft besser geeignet als wuchtige, massive Regale, die viel Licht schlucken.

Kleines Arbeitszimmer mit Raumteiler und Fitnessecke und Wand in Mint
Egal, ob du die Homeoffice-Ecke vom Wohnzimmer oder wie hier im Hobbyraum abgrenzen oder Arbeits- und Gästezimmer kombinieren willst: Offene Regale sind für die Abtrennung hervorragend geeignet. Dieser längliche Raum ist unter 15 qm groß und sollte neben dem Arbeitsbereich noch eine Sportecke für Yoga und Hometrainer. beherbergen Um den Schreibtisch abzuschirmen, habe ich ein offenes über 1,80 m hohes Regal gewählt. Durch die filigrane Optik in Weiß wirkt der Raumteiler nicht so massiv, sondern passend zum luftigen Ambiente mit den mintfarbenen Wände.

2. Vorhänge: wohnlich und flexibel

Mit einem Vorhang kannst du deinen Arbeitsplatz bei Bedarf vollständig aus dem Blickfeld nehmen und den Raum ansonsten offen halten. Wähle einen Stoff, der zum Einrichtungsstil passt und genügend Licht durchlässt, wenn der Vorhang geschlossen ist. Transparente oder halbtransparente Stoffe wie Leinen eignen sich gut.

Wichtig ist eine sichere Befestigung – ganz besonders bei schweren Stoffen. Die optisch ruhigste Lösung ist eine Kombination des Vorhangs mit einer Deckenschiene. So beginnt der Vorhang direkt unter der Decke, von wo er bis zum Boden reichen und nicht 10 cm darüber enden sollte.

Expertentipp: Bei hohen Altbauräumen ist eine Deckenschiene nicht empfehlenswert, da der deckenhohe Vorhang die Raumhöhe betonen würde, was in sehr hohen Räumen schnell ungemütlich wirken kann. In diesem Fall lieber eine Stange zum Aufhängen wählen.

3. Feste Glas-Trennwände

Feste Trennwände aus Glas eignen sich, wenn du den Arbeitsplatz dauerhaft vom Wohnbereich abgrenzen möchtest, ohne Tageslicht zu verlieren. Dabei hast du verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten:

Klarglas sorgt für maximale Transparenz und lässt kleine Räume offen wirken. Geriffeltes Glas (Fluted Glass) bietet dagegen etwas Sichtschutz, lässt aber weiterhin Licht hindurch und setzt gleichzeitig einen dekorativen Akzent. Milchglas oder satiniertes Glas ist sinnvoll, wenn du beim Arbeiten weniger Ablenkung möchtest und den Schreibtisch nicht ständig im Blick haben willst.

Besonders schön wirken auch Glastrennwände mit schmalen schwarzen Metallprofilen im Industrial Style oder mit filigranen Holzrahmen für eine wärmere Optik.

4. Pflanzen als natürliche Abgrenzung

Große Zimmerpflanzen mit üppigem Wuchs grenzen den Arbeitsplatz natürlich ab, ohne den Raum vollständig zu schließen. 

Setze lieber auf wenige größere Exemplare mit großen Blättern wie Geigenfeigen oder Monstera statt auf viele kleine Töpfe, die schnell kleinteilig wirken. Achte außerdem auf den Lichtbedarf der Pflanzen und darauf, dass sie weder den Schreibtisch noch Laufwege einengen.

Der Nachteil: Zimmerpflanzen bieten nur begrenzten Sichtschutz. Wenn es dir um eine blickdichte Abgrenzung geht, wählst du besser eine andere Option.

Arbeitszimmer im Industrial Stil mit Fernseher und Schlafsofa für Gäste
Dieser kombinierte Wohnraum im Industrial Stil ist nur ganz dezent unterteilt, da es sich bei diesem Projekt nicht um das Haupt-Wohnzimmer handelt. Dennoch habe ich zur Abgrenzung eine Zimmerpflanze integriert, um die Arbeitszone zu markieren. Kleinere Pflanzen kannst du übrigens größer wirken lassen, indem du sie mit Pflanzenständern kombinierst und ihnen so mehr Höhe verleihst.

5. Paravents

Paravents und mobile Stellwände eignen sich, wenn du deinen Arbeitsplatz flexibel abschirmen möchtest, etwa wenn du ihn nur außerhalb der Arbeitszeit verdecken möchtest. Material und Farbe sollten zur Einrichtung passen, damit die Stellwand nicht wie eine provisorische Lösung wirkt. In kleinen Räumen sind leichte, nicht zu breite Modelle sinnvoll. Achte auf einen sicheren Stand, besonders wenn die Stellwand frei steht oder häufig bewegt wird.

6. Modulare Raumteiler

Modulare Systeme bestehen aus einzelnen Elementen, die du passend zu deinem Grundriss zusammensetzen kannst. Dadurch lassen sich auch Nischen oder Arbeitsplätze abgrenzen, die nicht direkt an einer Wand stehen.

Wie positioniere ich einen Raumteiler richtig? 

Das Element sollte den Homeoffice-Bereich sichtbar begrenzen, ohne Türen, Fenster oder wichtige Laufwege zu blockieren. Häufig genügt es, die Rückseite oder eine Seite des Schreibtisches abzuschirmen, sodass du keinen direkten Blick auf Bildschirm, Technik oder Arbeitsunterlagen hast. Beachte zudem, dass auch hinter dem Bürostuhl ausreichend Platz verbleiben muss, damit du bequem aufstehen und dich bewegen kannst. 

Schau auch, wo sich Steckdosen befinden und wie Kabel verlaufen, damit sie nicht mit dem Raumteiler kollidieren.

Expertentipp: Plane mindestens 80–90 cm hinter dem Bürostuhl ein, damit du den Stuhl bequem zurückschieben und aufstehen kannst. Wenn hinter dir ein Laufweg verläuft, sind 100–120 cm komfortabler. Was die Laufwege im Raum betrifft, sollte ein Durchgang mindestens 80 cm breit sein.

Wie kann ich individuelle Grundrisse mit modularen Raumteilern abgrenzen?

Standardlösungen passen nicht zu jedem Wohnzimmer. Dachschrägen, Nischen, ungewöhnliche Grundrisse oder vorhandene Möbel können dazu führen, dass ein fertiges Trennelement zu groß, zu klein oder schlicht unpassend ist.

Für solche Situationen bieten sich modulare Systeme wie KIRI-BRICKS an. Die einzelnen Bausteine aus Echtholz werden mithilfe von Verbindungselementen zu einer individuellen Trennwand zusammengesetzt. Dadurch kannst du Höhe, Länge und Verlauf an deinen Raum und die gewünschte Nutzung anpassen.

Mithilfe von L- und T-Elementen muss der Aufbau nicht ausschließlich in einer geraden Linie erfolgen. Stattdessen kannst du auch abgewinkelte Formen und Verzweigungen gestalten. So lässt sich dein Arbeitsplatz beispielsweise von mehreren Seiten einfassen, während der übrige Raum weiterhin offen bleibt.

Modularer Raumteiler in Arbeitszimmer mit zwei Schreibtischen
Modulare Raumteiler (wie hier KIRI-BRICKS) eignen sich gut, wenn du maximal flexibel sein willst. Modelle aus Holz wie hier verleihen eine natürliche, warme Note und sind somit hervorragend für Wohnräume. Solche Module sind besonders dann eine gute Option, wenn du eine Abgrenzung in mehrere Richtungen – beispielsweise seitlich und nach vorn – brauchst.

Warum Holz das ideale Material für Raumteiler ist

Echtholz bringt eine natürliche und warme Wirkung in den Raum. Es lässt sich mit vielen Einrichtungsstilen kombinieren und schafft eine gestalterische Verbindung zwischen Arbeits- und Wohnbereich. Die Bereiche werden dadurch sichtbar voneinander getrennt, wirken aber weiterhin wie Teile eines gemeinsamen Raumkonzepts.

Du kannst die KIRI-BRICKS mit einer natürlichen Holzoberfläche einsetzen, mit einem Schutzlack versehen oder auf Wunsch farbig lackieren lassen. Dadurch lässt sich das modulare System entweder zurückhaltend in deine vorhandene Einrichtung integrieren oder bewusst als farblicher Akzent gestalten.

Raumteilerregal aus Holz, das ein großes Wohnzimmer unterteilt und das Home Office räumlich abgrenzt
Dieser Wohnraum im skandinavischen Stil zeigt: Raumteiler aus Holz wirken naturnah und gemütlich. In unterschiedlichen Holztönen wählbar, passen sie sich jedem Wohnstil an und sind problemlos zu kombinieren. Achte bei deiner Wahl nur darauf, dass alle Holztöne im Raum miteinander harmonieren: Raumtrenner, Schreibtisch, Couchtisch, Sideboard und Lowboard sowie Boden müssen nicht exakt gleich sein, sollten aber auf bewusst gewählt und aufeinander abgestimmt werden.

Raumaufteilung und Akustik gemeinsam planen

Für KIRI-BRICKS stehen neben flachen Oberflächen auch Varianten mit Rillen oder kleinen pyramidenförmigen Strukturen zur Verfügung. Zusätzlich kannst du die Bausteine mit einer Basotect-Einlage kombinieren. Solche Oberflächen können die akustische Wirkung des Trennelements unterstützen und dazu beitragen, den Nachhall im Raum zu reduzieren.

Wie stark sich die Akustik verändert, hängt jedoch immer von der gesamten Raumsituation ab. Größe, Position und Material der Trennwand spielen dabei ebenso eine Rolle wie Boden, Wände, Fenster, Möbel und Textilien.

Expertentipp: Hallt dein Raum stark, integriere möglichst viele textile Flächen wie Teppiche und Vorhänge, um den Schall zu dämpfen.

Fazit: Klare Bereiche ohne feste Wände

Wenn du den Arbeitsbereich im Wohnzimmer unterbringst, kann eine sichtbare Abgrenzung deinen Alltag deutlich strukturieren. 

Wähle zwischen Regal, Vorhang, Pflanzen, mobile Stellwand oder modulares System mit KIRI-BRICKS und finde die ideale Lösung für dein Zuhause.

Über den Autor

Dieser Beitrag wurde von der boho möbelwerkstatt GmbH verfasst. Das Unternehmen entwickelt funktionale und individuell anpassbare Lösungen für moderne Wohn- und Arbeitswelten.

Mit KIRI-BRICKS bietet die boho möbelwerkstatt ein modulares System aus Echtholzbausteinen, mit dem sich individuelle Raumteiler für unterschiedliche Grundrisse und Nutzungssituationen gestalten lassen. Verschiedene Formen, Oberflächen und farbliche Ausführungen ermöglichen eine Planung, die funktionale und gestalterische Anforderungen miteinander verbindet.

FAQ: Wohnzimmer und Arbeitsecke mit Raumteilern gestalten

Wie hoch sollte ein Raumteiler für das Homeoffice sein?

Für die meisten Wohnzimmer reicht ein halbhoher Raumteiler mit etwa 100 bis 120 cm. Vom Sofa aus siehst du dann weder Schreibtisch noch Laptop, der Raum bleibt aber offen und hell. Mit 150 bis 180 cm ist der Arbeitsplatz auch im Stehen und vom Eingang aus nicht mehr einsehbar – das wirkt aber schon wie eine Wand und nimmt Tageslicht. Raumhohe Lösungen ab etwa 200 cm lohnen sich nur in großen Räumen oder wenn mehrere Fenster vorhanden sind.

Wie kann ich den Arbeitsplatz im Wohnzimmer verstecken?

Ein Paravent, ein Vorhang oder ein geschlossener Schrank mit integriertem Schreibtisch kann den Arbeitsbereich bei Bedarf aus dem Blickfeld verschwinden lassen. Achte außerdem darauf, Büromaterial und Technik in geschlossenen Fächern zu verstauen.

Wie grenze ich den Arbeitsbereich ab, ohne Licht zu verlieren?

Setze auf offene Raumteiler wie Regale, Lamellen oder Glaswände. Sie grenzen den Arbeitsbereich ab, lassen aber Tageslicht weiterhin durch den Raum fließen. Geschlossene Trennwände solltest du möglichst vermeiden.

Regal oder Vorhang: Was ist besser?

Ein Regal bietet Stauraum und lässt Licht durch, schafft aber eine feste Grenze. Ein Vorhang ist flexibel und verdeckt den Arbeitsplatz komplett, braucht aber Platz zum Ziehen und eine stabile Befestigung.

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